Am Ortseingang von Hackhausen, direkt an der Grenze zu Köln, steht eine kleine Kapelle. In der denkmalgeschützten Kapelle steht eine Pieta der Mutter Gottes, die den gekreuzigten Leichnam Christi in den Armen hält. Außerdem dient die Kapelle heute als Gedenkstätte für die in den beiden Weltkriegen gefallenen Bewohnern des Ortes.
Im Ort erzählt man sich, dass die Dorfbewohner während der Pestzeiten im Mittelalter zur Mutter Gottes nach Bergheim pilgerten, um ihre Hilfe zu erbitten. Bei ihrer Rückkehr wurden sie am Ortseingang empfangen und wenn sie dann hörten, dass erneut Menschen gestorben waren, drehten einige auf der Stelle um und pilgerten erneut zur Mutter Gottes. Mit dem Ende der Pest endete auch der vermeintlich endlose Pilgerzug. Doch bis ist die 1970er Jahre fanden traditionell Pilgerreisen zur Mutter Gottes nach Bergheim statt.
Dort wo die Rückkehrer seit dem Mittelalter empfangen wurden, ließ ein Hackhauser Ehepaar 1859 von preußischen Pionieren ein Heiligenhäuschen errichten. Dieses kleine Häuschen aus Fachwerk und Lehm wurde 1866 durch die heutige Kapelle ersetzt. In diesem Jahr wurde der Bau der heutigen neuromanischen Kirche St. Katharina in Hackenbroich abgeschlossen. Aus dem übrig gebliebenen Baumaterial wurde die Hackhauser Kapelle errichtet. Vergleicht man beide Bauwerke, fällt auf, dass die gleichen Ziegel verwendet wurden.


